Auswandern-Jetzt wird es ernst!

Auswandern nach Frankreich – Das magische Hürden-Viereck

Photo by Patrick Tomasso on Unsplash

Das Ende eines Traumes?
Kontoeröffnung – Wohnsitznahme – Einkommen – Sprache …

… das sind – jeder Punkt schon für sich – nicht zu unterschätzende Hürden, die ein Frankreich-Auswanderer zu nehmen hat.

Leider aber besteht zwischen diesen vier Dingen eine magische – man könnte auch sagen, diabolische – Verbindung die es einem Normalverdiener, oder gar Hartz IV- oder ALG-Empfänger, praktisch unmöglich macht, ohne kleine Schummeleien und das berühmte „Gewusst wie“ nach Frankreich auszuwandern.

Irgendwie fühlt man sich bei Betrachtung der Zusammenhänge immer wieder an das Henne-Ei-Problem oder -die älteren unter uns werden die Geschichte noch kennen – den „Hauptmann von Köpenick“ erinnert.

Tja, wo fange ich an, wenn ich die Problematik schildern möchte?

Nun, ich versuche es einfach mal:

Wer in Frankreich leben will, braucht natürlich auch ein Dach über dem Kopf. Kein Problem, dann mietet man sich halt ein Appartement an, -denkt man.

Leider ist es aber so, dass der Vermieter – oder vielmehr dessen Makler – natürlich einen Einkommensnachweis sehen will und man darüber hinaus nur dann eine Wohnung bekommt, wenn man ein französisches Bankkonto nachweisen kann.
Ok, auch kein Problem …

… dann eröffnet man hier halt ein Konto.

Klar, – aber so einfach machen es einem die Franzosen nicht, ist es zur Eröffnung eines frz. Bankkontos doch nötig nachzuweisen, dass man in Frankreich lebt, also hier eine feste Wohnung oder ein Häuschen hat.
Außerdem möchte die Bank natürlich ebenfalls einen Einkommensnachweis sehen und es ist keineswegs sicher, ob hier das deutsche Einkommen akzeptiert wird und wenn doch, wird man wohl eine amtlich beglaubigte Übersetzung (natürlich von einem französischen Übersetzer) ins Französische verlangen.

Mist! Aber nun gut. Wo man doch schon mal hier ist, kann man sich ja auch mal nach einer Arbeit umsehen, dann wäre ja wenigstens das Einkommensproblem gelöst.

Ok, an dieser Stelle hoffe ich dann für euch, dass ihr bereits kräftig Französisch gelernt habt, denn ohne Französischkenntnisse und Lebenslauf, sowie Bewerbungsschreiben in gutem bis sehr gutem Französisch – wobei beide Papiere natürlich hiesiger Form genügen müssen – habt ihr praktisch keine Chance, eine gut bezahlte Arbeit zu finden.

Sprecht ihr aber schon ein wenig Französisch und Lebenslauf bzw. Bewerbungsschreiben finden Gefallen, könnt ihr durchaus Glück haben und euer neuer Patron (Chef) möchte mit euch „ins Geschäft kommen“.
Spätestens beim gemeinsamen Ausfüllen des Arbeitsvertrages werdet ihr aber dann blass.
Warum? -Weil er euch nach eurem französischen Bankkonto fragen wird!

Hm… keine Wohnung, kein Konto … kein Konto, keine Wohnung und keine Arbeit … keine Wohnung, kein Konto …

Kommt euch das bekannt vor? Irgendwie habe ich bei dem Gedanken an diese Geschichte immer den altbekannten Gossenhauer „Ein Loch ist im Eimer, Karl-Otto, Karl-Otto …“ auf den Lippen.

In den folgenden drei Blog-Beiträgen werde ich etwas genauer darauf eingehen, welchen Weg ihr gehen könnt, um diesen Gordischen Knoten zu lösen.

Salut et à plus
aus der Provence

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.