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Immobilie in Frankreich kaufen oder mieten?

Immobilie in Frankreich kaufen oder mieten

Immobilie in Frankreich kaufen oder mieten-Die Suche nach einem Nest

Photo by Maurice Schalker on Unsplash

Immobilie in Frankreich kaufen oder mieten, Makler oder selbst suchen – das sind hier die Fragen

Ok, wir haben inzwischen unser Bankkonto und eine Arbeit (wenigstens in Aussicht)?
Nun, dann steht ja der Suche nach unserem neuen Nest nichts mehr im Wege.

Die Vorauswahl

Grundsätzlich ist es zunächst nie verkehrt, sich – spätestens jetzt – einen etwas genaueren Überblick über den Immobilienmarkt unserer zukünftigen Heimat zu verschafften. Da ihr zu diesem Zeitpunkt in aller Regel ja noch in Deutschland seid, bleibt euch hierzu als Recherche-Medium eigentlich nur das Internet.

Deshalb hier gleich mal einige Links, die euch weiterhelfen sollten:

Dies dürften die wohl wichtigsten Immo-Seiten in Frankreich sein.

Immobilie in Frankreich kaufen oder mieten?

Nun, das hängt in erster Linie vom eigenen Budget und den eigenen Vorlieben ab. Wir selbst hatten uns damals entschlossen, erst ein – möglichst kleines – Häuschen zu kaufen. Ob wir das im Nachhinein noch mal so machen würden, halte ich aber für unwahrscheinlich.
Besser wäre es aus heutiger Sicht gewesen, erst einen noch fundierteren Einblick in den örtlichen Immobilienmarkt zu bekommen und – vor allem – Kontakte zu knüpfen um die Makler zu umgehen.

Makleragentur?

In Frankreich ist es üblich, eine Wohnung oder ein Haus nicht direkt über den Besitzer, sondern über eine Makleragentur zu finden und anzumieten oder zu kaufen. Allerdings legt diese, sehr hohe Hürden für den zukünftigen Mieter bzw. Käufer an, um sich ihren guten Ruf nicht zu verderben.

So muss ein potentieller Mieter – wie bereits erwähnt – bereits ein französisches Bankkonto und eine Arbeit in Frankreich nachweisen können und aus dem Arbeitsvertrag sollte unbedingt das monatliche Gehalt hervorgehen, da der Makler mindestens einen Lohn in Höhe der dreifachen Miete zur Bedingung machen wird.

Dies alleine wird bei ausländischen Mietern jedoch nicht reichen. Für diese wird in der Regel zudem noch ein, bereits in Frankreich ansässiger Bürge verlangt, dessen Einkommen ebenfalls die drei – vierfache Monatsmiete betragen muss.

Etwas leichter hat es da – das nötige Kleingeld vorausgesetzt – der Käufer. Ist man in einer derart komfortablen Situation, sieht man sich halt, zusammen mit dem Makler, ein paar Immobilien an und vereinbart bei Gefallen einen Termin beim Notar um den – hier obligatorischen – Vorvertrag (compromis de vente) zu unterzeichnen.
Aber aufgepasst! So ein Vorvertrag ist in Frankreich bereits bindend. In der Regel wird man dann auch eine Vorauszahlung zu leisten haben.

Ist der „compromis“ unterschrieben, wird die Kaufsumme auf ein Konto des Notars überwiesen und man erhält einige Wochen später noch einmal einen Termin bei „le maître“, dem Notar. Hier wird dann der endgültige Kaufvertrag „le definitif“ unterzeichnet und das Haus, oder die Wohnung übergeben.

Dass – sowohl für Mieten, als auch für den Kauf – der Makler kräftigst mitverdient, brauche ich wohl nicht zu erwähnen.

Solltet ihr das nötige Kapital für eine 100%-ige Finanzierung aus eigenen Mitteln nicht haben, dann vergesst (vorerst) den Traum vom Eigenheim in der Provence.
Zu restriktiv – aus gutem Grund – sind die Bestimmungen der französischen Banken bzgl. der Vergabe von Hypothekendarlehen, hält hier doch der Staat die schützende Hand über seine Bürger um einer Überschuldung vorzubeugen.

Immobilie in Frankreich kaufen oder mieten, direkt beim Propriétaire ?

Das Beste und Billigste wäre jetzt eigentlich der direkte Weg über den Besitzer. Leider kommt ihr aber an diesen normalerweise nicht heran, da in Frankreich praktisch alle Wohnungen und Häuser – die nicht über Makler laufen – über Mundpropaganda vermietet, bzw. verkauft werden.

Dies ist – besonders im Süden – sowieso der gängige Weg, für alle möglichen Geschäftchen.

Die Lösung:

Ihr habt bereits vor Ort jemanden an der Hand den ihr bitten könnt, „sich mal umzuhören“.
Wenn nicht, dann könnt ihr gerne HIER auf unsere Hilfe zurück greifen.

Das wäre doch gelacht, wenn ihr das nicht ohne Makler und Bürgen hin bekämt.

So, jetzt habt ihr einen kleinen Einblick in die Gepflogenheiten des französischen Immobilienmarktes. Solltet ihr noch Fragen haben, dann schreibt uns doch einfach in den Kommentar.

Salut et à plus
aus der Provence

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