Auswandern-Jetzt wird es ernst!

Auswandern nach Frankreich – Schritt 2 – Schnuppern gefällig?

So, jetzt wird erst mal Urlaub gemacht!

Frankreich ist euer Wunschland und ihr habt ein paar Regionen dieses Landes im Blick? Ok, dann ist es jetzt Zeit endlich da hin zu fahren und sich die Sache mal aus der Nähe anzusehen.

Wir selbst hatten uns etwa ein Jahr vor unserer Ausreise für acht Wochen ein Wohnmobil gemietet und sind einmal kreuz und quer durch Frankreich gefahren, wobei wir uns als Vorbereitung einiges an Informationen aus dem Internet gezogen hatten. Nicht zuletzt waren dabei die zahlreichen Reise-Blogs mit ihren Bildern, Stellplatz-Tipps und kurzweiligen Berichten eine gute Hilfe.

Prinzipiell ist es eigentlich egal ob man sich nun mit einem Wohnmobil, oder dem Auto, oder gar mit der Bahn auf die Reise begibt. Ihr solltet allerdings bedenken, dass ihr mit der Bahn – oder gar dem Flugzeug – ohne Mietauto am Zielort zu unbeweglich seid, um die Gegend in der man eventuell mal leben wird, ausreichend in Augenschein nehmen zu können.

Außerdem wäre es günstig, für jede der angepeilten Regionen möglichst viel Zeit einzuplanen, damit ihr diese auch ein wenig intensiver „spürt“, als wenn ihr da nur kurz auf eine Sightseeing-Tour wärt. Aus unserer Sicht würden wir in jedem Fall zu mindestens 8 Tagen raten.

Bei jedem dieser Aufenthalte solltet ihr dann die mitgeführten Bestandsaufnahme-Listen der entsprechenden Region (sofern ihr diese – wie in unserem Schritt 1 beschrieben – erstellt habt) darauf hin prüfen, ob die im Vorfeld aus dem Internet ermittelten Informationen auch mit den örtlichen Begebenheiten übereinstimmen.

Falls ihr Schritt 1 nicht gemacht haben solltet, dann habt ihr euch doch wenigstens vor der Abreise mal (zusammen) hingesetzt und eine detaillierte Liste erarbeitet, was ihr von eurer neuen Heimat erwartet, – oder?

Ferner sollte die zur Verfügung stehende Zeit intensiv zum Studium des Immobilien- und Arbeitsmarktes, der Infrastruktur (Geschäfte, Krankenhäuser, Ärzte, Schulen…) und des gesellschaftlichen- und kulturellen Lebens (Wochenmärkte, regelmäßige Feste, Theater, Kino usw.) nutzen.
Hierzu empfiehlt sich immer der Kauf einer oder mehrerer lokaler Zeitungen und Zeitschriften und das Studium der darin abgedruckten Werbung oder Vorankündigungen. Wer die Landessprache bereits ausreichend beherrscht, wird dort natürlich auch Informationen über das aktuelle Geschehen in örtlichen Vereinen, Schulen, Kindergärten etc. finden.

Seht euch alles sehr genau an, das für Wohnen, Arbeit und tägliches Leben und die Freizeit wichtig sein könnte. Geht ganz einfach bewusst und offenen Auges umher und – das ist wohl der wichtigste Rat, den wir euch hier mitgeben können – sucht nach allem, was euch stört und was ihr nicht schön findet!

Vor allem der letzte Punkt behütet euch davor, diesen Platz Erde mit der rosa Brille eines Urlaubers zu sehen.

Tut ihr das nicht, könnt ihr euch sicher sein, dass ihr von all diesen negativen Dingen schon kurz nach eurer Auswanderung eingeholt werdet weil sie euch -spätestens dann -immer und immer wieder ins Auge stechen.

Selbstverständlich solltet ihr nicht vergessen – nein, ihr DÜRFT es nicht vergessen – zu allem was ihr herausfindet oder was euch auffällt, möglichst detaillierte Notizen zu machen, – am besten (wo es Sinn macht) mit einem oder mehreren Fotos dokumentiert. Dabei empfiehlt es sich irgendwie festzuhalten, welches Foto zu welcher Notiz gehört. Ihr wärt nicht die ersten, die später zu Hause vor den Urlaubsfotos sitzen und sich nicht erinnern können, in welchem Ort und bei welcher Gelegenheit das aufgenommen wurde.

Wenn ihr euren „Urlaub“ dann beendet habt und wieder zu Hause seid dann gilt es, alles noch einmal Revue passieren zu lassen und eine Entscheidung zu treffen:

Ihr habt eure Wunsch-Region gefunden? – Ja.
Als ihr da wart, war das Wetter schön? Ja.

– Pech gehabt. Ihr müsst da nochmal hin. … Also jedenfalls nach unserer Auffassung.

Wir denken nämlich, dass man diese Gegend eigentlich auch mal bei schlechtem Wetter gesehen haben sollte, bevor man sich in Deutschland daran macht, die Zelte abzubrechen.
Wir selbst hatten damals nochmal 6 Wochen in der Provence verbracht und … hatten wieder Pech mit dem Wetter. – Es wollte einfach nicht regnen!

Letztlich ist das aber ohnehin eure Entscheidung und was uns absolut fern liegt ist, euch zu demotivieren oder auszubremsen. Schlechtes Wetter gibt es schließlich überall und es kommt auch irgendwie darauf an wie oft, – und wieviel man davon verträgt.

Nachdem wir selbst mit schlechtem Wetter gaaaanz schlecht umgehen können, sind wir da halt ein wenig eigen. Deshalb leben wir ja auch da, wo an 300 Tagen im Jahr die Sonne scheint.

Überlegt euch also, was für euch das Richtige ist und wenn ihr jetzt schon wisst, dass ihr euer neues zu Hause gefunden habt, dann zögert nicht und beginnt gleich mit Schritt 3 …

… Französisch lernen

 

Salut et à plus
aus der Provence

 

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