Auswandern-Jetzt wird es ernst!

Auswandern nach Frankreich – Schritt 4 – Das Bankkonto …

Photo by Fabian Blank on Unsplash

… und die französische Art, Unlösbares zu lösen.

Wer den Blog-Beitrag über das „Magische Problem-Viereck“ gelesen hat, wird wissen, um was es in diesem Artikel geht.

All den anderen sei hier noch mal in Kurzform das Problem geschildert:
… kein Bankkonto, keine Wohnung … keine Wohnung, kein Bankkonto … kein Bankkonto, keine …

Kurz genug?

Nun, wie löst man in Frankreich dieses Problem?
Dazu gibt es zwei Ansätze.

Der erste, nur für die „gut betuchten“ unter uns gangbare Weg wäre, sich aus den vielfältigen Angeboten bei leboncoin.fr einfach eine gefällige Eigentumswohnung oder ein Häuschen herauszusuchen, sich ins Flugzeug zu setzen und das Objekt zu besichtigen um – wenn es gefällt – bei einem Notar kurzerhand einen Termin zur Unterzeichnung des „compromis de vente“ auszumachen und diesen baldmöglichst zu unterschreiben.
Ein paar Wochen später – nachdem man den Kaufpreis auf ein Konto des Notars überwiesen hat – nimmt man dann einen zweiten Termin bei eben diesem wahr und unterzeichnet dann den endgültigen Kaufvertrag.
Et voilà, das Wohnsitzproblem ist gelöst und man bekommt sein Bankkonto.

Der zweite Weg ist eine, allen bekannte und dennoch von allen akzeptierte Schummelei der sich jeder bedienen muss, der das nötige Kleingeld für den koscheren Weg (Nr. 1) nicht besitzt.
Hier geht man nun einfach her und bittet einen – aufgrund der zahlreichen Frankreich-Urlaube inzwischen hoffentlich zahlreichen – einheimischen Bekannten darum zu bestätigen, dass man bei ihm wohne.
Mit dieser Bestätigung geht man dann in die nächste Bank und erhält dort (i.d.R.) ebenfalls sein Bankkonto.

Wir selbst mussten uns damals ebenfalls mit Nr. 2 aus der Patsche helfen und hatten dabei ein furchtbar schlechtes Gefühl.
Schließlich will man ja sein neues Leben in einem fremden Land nicht gleich mit einem handfesten Betrug beginnen.

Inzwischen wurde uns aber in vielen Gesprächen mit Einheimischen bei gutem, französischen Rotwein – manchmal auch bei reichlich Pastis – bedeutet, dass dies hier ganz normal sei und man sich halt auf diese Weise, aus einem administrativen dead-lock befreien müsse.

Salut et à plus
aus der Provence

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.